Digitaler Nomade- und jetzt?

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Viele träumen davon: Ortsunabhängig arbeiten, mit dem Laptop durch die Welt ziehen und das Geld unterwegs verdienen. Einfach frei wählen können, ob ich meinen Feierabend am Strand verbringen will oder tagsüber durch Berge wandere und nachts arbeite. In dem digitalen Zeitalter erscheint es so leicht sich frei zu machen.
Dies ist jedoch oft leichter gedacht als getan. Es gibt dabei einiges zu bedenken: Wo ist das Klima gerade für mich am angenehmsten? Welches Visa ist geeignet in welchem Land? Wie läuft das mit der Steuererklärung? Wie finde ich Kunden unterwegs oder bleibe in regen Kontakt mit meinem bestehenden Kundenstamm? Wo finde ich zuverlässiges Wifi? Bin ich diszipliniert genug um Reise und Arbeit auszubalancieren?
Nun ich kann vielleicht nicht die Fragen für alle beantworten, denn manches muss jeder für sich selbst wissen und entscheiden. Eins ist jedenfalls gewiss: Erfahrung macht klüger. Für mich steht fest: Ich liebe Natur und brauche sie als täglichen Ausgleich zu meiner Arbeit am Computer. Ebenso bevorzuge ich feucht-warmes Klima und günstige Preise. Deshalb ist Asien (z.B. Thailand, Indien, Bali) für mich die beste Wahl. Je nach Land sind die Visavoraussetzungen verschieden, aber meistens recht einfach zu erfüllen.
Die Steuerklärung lasse ich meistens von meinem Steuerberater erledigen, da Deutschlands Gesetze hier wirklich sehr schwammig und undurchsichtig sein können. Das Wichtigste ist zunächst der Wohnsitz und wie viel Tage man im In-/ Ausland war. Die Frage ist natürlich auch, ob man sein Unternehmen überhaupt in Deutschland gründen will. Da ist es für weitere Details sicherlich sinnvoll einen Profi zu fragen wie z.B. staatenlos.
Meine Kunden wie z.B. Moema und Otto habe ich teilweise aus Deutschland mitgenommen und kommuniziere am besten über Email oder Skype. Ich arbeite auch gerne mit kleineren Firmen zusammen, mit denen ich unterwegs ins Gespräch komme oder finde Kunden durch diverse Headhunter und mittels meiner Profile bei freelance, xing, linked in etc.
Um unterwegs zuverlässiges Wifi zu finden gibt es zahlreiche Apps (z.B. Best VPN Proxy Betternet). Ich kaufe mir auch in jedem Land eine Simkarte, da sie oft mega günstig sind (z.B. Vodafone 3 Monate 1,5GB jeden Tag für nur 1000 Indian Rupees = ca 13€) und ich so flexibel bleibe.
Da ich bereits seit längerer Zeit selbstständig bin, ist Selbstdisziplin für mich kein Problem. Das Wichtigste hierbei ist: Ein geregelter Tagesablauf. Ich plane mir mein Budget immer riegeros in einer Exel-tabelle, damit ich auf dem Schirm hab wieviel ich wirklich arbeiten sollte um meinen Tripp finanzieren zu können. Daraus ergeben sich auch Freizeit mit mehr Raum fürs Trekking, Weiterbildung etc. oder intensivere Phasen der Arbeit. Ich liebe es andere Kulturen zu erforschen und mir neue Fähigkeiten anzueignen während ich unterwegs bin wie z.B. Thaimassage lernen in Chiang Mai (Thailand) oder Yogalehrer werden in Rishikesh (Indien) etc.
Für mich ist das Digitale Nomadenleben nach wie vor eine Herausforderung und ein Abenteuer. Aber wie sagt man so schön: Man wächst mit seinen AUfgaben und No risk no fun. Ich erforsche das Unbekannte mit täglich zahlreichen neuen Erlebnissen, wundervollen Begegnungen und einzigartigen Erfahrungen. Ich möchte diese Art zu leben nicht missen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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